• Lena Wickert

Smart City und die Digitalisierung

Die immer weiter fortschreitende Digitalisierung wirkt sich seit der Pandemie auf alle Lebensbereiche aus. Mit der Pandemie müssen und wollen Städte und Gemeinden sich dem digitalen Wandel auseinandersetzen und die damit verbundenen Chancen wertvoll ausschöpfen. Dabei stehen die Kommunen vor der Herausforderung, die Digitalisierung im Sinne einer nachhaltigen Stadtentwicklung strategisch und am Gemeinwohl der Bürger und Bürgerinnen für städtische Lebensbereiche digitale Angebote und Zugänge zu schaffen und nach Ihnen auszurichten.


Dabei ist vom Thema der Smart City die Rede. Dies sind moderne technologiegetriebene Großstädte die Sensoreinrichtungen, Informations- und Kommunikationstechnologien nutzen und mit dem IoT verbunden sind. In Städten in denen mehr als 50 % der Bevölkerung lebt und der Urbanisierungsgrad dabei kontinuierlich wächst, steigt auch verständlicherweise der Energieverbrauch und die Treibhausgase. Mit einem Blick in die Zukunft wird deutlich, dass es in einigen kleineren Städten noch keine ausreichende Infrastruktur besteht, die diesen Herausforderungen gewachsen ist, es jedoch Fortschritte gerade nach der Pandemie gibt.

Wenn also von Smart-Cities die Rede ist, dann ist in diesem Zusammenhang von einer Umweltbewussteren und ressourcenorientierten Stadt die Rede. Es geht dabei hauptsächlich um einen niedrigeren Ressourcenverbrauch durch effizientere Nutzung der Infrastruktur, dass IT-Unternehmen in diesem Fall bieten sollen.


Dabei ist das Ziel von Smart Cities hauptsächlich eine datenbasierte Vernetzung vor allen Informations- und Kommunikationstechnologien und integrierten Entwicklungskonzepten städtischer Infrastruktur, um die Energie und Ressourceneffizienz zu erhöhen und beispielsweise Gebäude, Verkehr und Wasser und Abwasser miteinander zu verknüpfen.

Es handelt sich bei Smart City um eine nachhaltig organisierte Stadt, die smarte Technologien einsetzt, damit das städtische Leben nachhaltiger für alle Bürger_innen gestaltet werden kann.

Smart soll dabei die informations- und Kommunikationstechnologie nicht nur alleine auf Basis von einem Ressourcenschonumgang sein, sondern auch den Bürger besser in die städtischen IT-Infrastrukturen integrieren. Um den städtischen Raum aber auch vernetzter, vielfältiger und lebenswerter zu gestalten gibt es einige Ansätze. Denn Beispielsweise ohne das Smartphone ist eine Teilhabe oder das vorankommen in der Stadt kaum möglich oder auch unvorstellbar mit seinen Bewegungssensoren und Geopositionierung. Das Smartphone bündelt dabei eine Menge Informationen für den Nutzer auf seinem Endgerät.


Ebenso sind weitere Elemente einer Smart City beispielsweise ein vernetze Straßenbeleuchtungen und eine effizientere Müllentsorgung durch integrierte Sensoren, eine automatische Regelung der öffentlichen Verkehrslinien für ein abgestimmtes Verkehrsaufkommen bei öffentlichen Verkehrslinien, aber auch eine intelligente Verkehrsführung zur Reduktion von Staus und Luftverschmutzung.


Somit bieten Verkehrsleitsysteme beispielsweise eine intelligente Lösung für Verkehrssysteme, die eine automatisiert Anpassung des modernen Straßenverkehrs sind. Insbesondere Hauptstädte sind dabei meist Vorreiter, wenn es um Smart City geht, aber inzwischen ziehen kleinere Städte nach und holen Sprunghaft auf wie Beispielsweise Darmstadt, die von Biktom im Smart-City-Atlas als europäischer Leuchtturm der Smart City beschrieben wird.


Smart City und die Netzwerkstadt Darmstadt


Die Stadt Darmstadt hat ebenso wie andere Hauptstädte mit einem Zuwachs in der Zukunft zu rechnen. Zu dem Städtezuwachs wird in naher Zukunft auch mit einem erhöhten Verkehrsaufkommen zu rechnen sein. Doch wie man das tatsächliche Verkehrsaufkommen effizient regelt, soll ein Projektbeispiel aus Darmstadt zeigen, dass durch smarte Lösungen und intelligente Verkehrssteuerung die Stadt noch smarter macht.


Um eine Stadt smarter zu gestalten, benötigt es zum einen Produkte, Prozesse, Technologien und Infrastrukturen, die durch eine vernetzte Informations- und Kommunikationstechnologien unterstützt werden. Das leistet Darmstadt mit einem hochmodernen Glasfasernetz und steuert so das Verkehrsaufkommen in der Stadt. Der Straßenverkehr wird digital und in Echtzeit gesteuert. Mithilfe des Systems „UI! Traffic“ wird über Videokameras das Verkehrsaufkommen erfasst. Dabei sind alle 182 Ampelanlagen über ein Lichtwellennetz mit einer Schnittstelle verbunden. 200 Kameras übermitteln mittels anonymisierter Bilder das Verkehrsaufkommen und lösen die optimierten Schaltungen automatisch aus. Das aktuelle Verkehrsaufkommen ist zudem auch online einsehbar. Eine App soll das ganze noch ergänzen, indem sie die Ampelphasen anzeigt.


Mithilfe aller technologischen Mitteln, die die Stadt bereitstellen kann, sollen Prozesse und Abläufe den Alltag der Bürger-/innen vereinfacht werden. Dafür wurde eigens von der HEAG eine App entwickelt, die es den Anwender-/innen ermöglicht, gebündelt Informationen sowohl über Bus- und Bahnverbindungen als auch die Carsharing-Angebote in nächstmöglicher Reichweite vorzufinden. Durch die Multimobilität-App besteht somit eine erhöhte Auswahl von Routen und Verkehrsmittel und eine besser Kombination der unterschiedlichen Angebote per App - was das Ganze effizienter gestaltet.

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